24.06.2010 . . . wir sind in Vientiane (Laos) . . .
Total gefahrene km: 13730 Höhenmeter total: 49216 Stunden im Sattel: 905
Viele mönche säumen die strasse, es ist "buddatag", alle altersstufen, kahlgeschoren in ihren orangen gewändern, einmal ein anderes "morgenbild". Wir nehmen den high-way, bei angenehmer bewölkung geht es hügelig nordwärts, meist üppig grün, viele plantagen, aber auch wälder und alleen. Ein abstecher zu einem signasilierten resort erweist sich als flop, weiterfahren, nach etwa 20km landen wir einmal mehr in einem 24std-hotel. Die landschaft bleibt in etwa gleich, viele düfte der blühenden büsche und bäume, es wird geerntet, kokosnüsse, ananas, palmölfrüchte und solche die wir nicht kennen oder den namen nicht wissen, viele (über)ladene fahrzeuge in allen variationen begegnen uns. In thap-sakae finden wir in einer strassenküche sogar spaghetti!
Wir fahren durch eine gegend mit vielen aloevera-feldern, meistens in lockeren palmenhainen. Wir sind auf dem land, die leute sind einfach, fröhlich, immer wird jemand organisiert der ein paar worte englisch spricht.
In prachuap-khiri-khan gibt´s einen ruhetag. Bei der einfahrt in die stadt entdeckt uns uwe aus deutschland, der hier lebt, er führt uns zu einer günstig-guten unterkunft. Beim bummel am meer entlang finden wir eine "deutsche kneipe", für uns ein schlaraffenland. Auch treffen wir hier interessante leute, vor allem "aus-bzw.-umsteiger". Zum beispiel "stone-gerry" aus oestereich, der uns viel spannendes aus seinem vielseitigen, nicht immer einfachen leben erzählt. Er hat ein flair für steine, handelt damit und ist überzeugt von den kräften die in ihnen stecken. Auch ist er begeisterter "murphy-leser", das buch das auch uns begleitet.
Der seitenständer an uelis velo macht schon länger probleme, die montageplatte ist zu schwach. Für die improvisation einer stärkeren aufhängung sind drei "werkstätten" und ca 3 stunden erforderlich, denn dort wo ein stück stahl abgesägt wird kann kein loch gebohrt werden, die werkstatt mit bohrmaschine wiederum hat keine schrauben. Thailand ist hier flach, wir fahren wieder ca 100km am tag, der rückenwind hilft uns dabei.
In cha-am finden wir im guest-house von urs, einem schweizer, ein perfekt eingerichtetes zimmer und geniessen bratwurst mit rösti.
Zeit für ruhetage, wir verbringen sie in kanchanaburi, am kwai-river, bekannt durch die "river-kwai-bridge". Im jollyfrog, direkt am fluss, lassen wir uns nieder. Spektakulär sind die "riesen-warane" im fluss, frühmorgens trifft man sie auch vor der haustüre! Wir mieten mopeds und fahren ca 75km zum erawan-wasserfall im gleichnamigen nationalpark. Wunderschöne fahrt durch lichte wälder, mit unzähligen schmetterlingen, wir verlangsamen unser tempo und geniessen die vielfalt der natur in vollen zügen. Zu fuss steigen wir die "sieben stufen" des wasserfalles hoch, sehr eindrücklich, immer wieder natürliche planschbecken die von den einheimischen, meist in den kleidern, rege benutzt werden. Je höher wir kommen desto weniger leute, ingesamt sind wir ca 3std unterwegs. Auf der rückfahrt werden wir plötzlich von der polizei angehalten, die strasse wird geräumt, sirenengeheul und blaulicht, in einem konvoi rast der sohn vom könig vorbei, wir fragen uns: was kann der von der schönen natur aufnehmen?
Auch wir besuchen die bekannte brücke, imposant, sie hat aber mit der "brücke im film" nicht viel änlichkeit. Auch hier finden wir "schweizerkost", bei einem romand essen wir spaghetti, das restaurant sehr geschmackvoll, man sieht das flair seiner thaifrau für schöne sachen (porzellan-malerin).
Wir sind früh dran, richtig motiviert, leider können wir das von uelis velo nicht sagen, ist beim aufsteigen ganz wackelig, hinten fehlt viel luft. Die handpumpe kommt zum einsatz, bei der nächsten tankstelle auch das frischgekaufte manometer (sind nämlich normalerweise defekt oder fehlen). Nach ca 10km wieder unstabil, abpacken, neuer schlauch rein und weiter geht´s.
Wir fahren durch viel landwirtschaft, der reis wird mit einer art mähdrescher auf raupen geerntet. Wieder mal eine "falschaussage" eines polizisten, wir fahren plötzlich auf nebenstrassen, stellt sich später aber als lohnenswert aus, wunderschöne natur mit lockerem wald und wenig verkehr, der umweg ist gering. Ruhetag, ueli will "google-picasa" einrichten, damit die besucher unserer web-site auch die alten bilder betrachten können. Auf "nebenstrassen" fahren wir weiter, lange einem fluss entlang, die landschaft offener, viele schlangen und echsen (auch überfahrene), in den reisfeldern viele reiher und andere vögel und vieles mehr, schmetterlinge begleiten uns den ganzen tag - das erlebt man nur auf dem velo (oder zu fuss). Nachteil der nebenstrassen: wegweiser und ortstafeln nur in thai, wir übersehen den richtigen abzweiger aber das ziel erreichen wir mit umwegen trotzdem.
Wir fahren nordwärts, es wird wieder hügeliger, vermehrt fahren wir an grossen, meist goldenen buddas vorbei, die leute wirken gelassener und ruhiger. Es ist sonntag, viele leute, meist gruppenweise, mit musik, singend und tanzend, sind auf dem weg zu den tempel um so ihrem glauben oder religion ausdruck zu geben. Unverhofft schiessen die hunde kläffend aus den büschen, man erschrickt, kriegt hühnerhaut in der grössten hitze. Die strasse wird schlecht, viele baustellen, der rote staub setzt sich überall fest, erinnerungen an indien werden wach. Bei einen dorf sonnenschirme an der strasse, darunter lockere plastiksäcke mit wasser und etwas drin, wir halten an: schlangen als nahrungsmittel werden angeboten!
Wir sind in den bergen, die strasse wird steil, wir langsam, die zeit läuft uns davon. Wir versuchen autostop, da vorwiegend pick-up´s unterwegs sind, merken aber bald, dass ohne geld nichts läuft. In phu-reua finden wir ein schönes, gepflegtes resort, die landschaft wie im französischen jura. Vorerst hügelig über ein plateau, ständig auf und ab, die aufstiege steil, der schwung der abfahrten reicht nicht immer aus um den nächsten hügel zu schaffen. Dann, auch vreni setzt den helm auf, eine rassige abfahrt nach loei. Mit neuen ketten fahren wir an den mekong, irgendwie etwas besonderes dieser fluss, hier sehr breit, das wasser erdig braun. Wir finden in einem guest-house ein wunderschönes zimmer mit blick auf den fluss, machen pause, geniessen wie schon öfters eine massage.
Die nächsten drei tage fahren wir dem mekong entlang, dschungel mit all seinen geräuschen, viel bambus, dazwischen bananenplantagen, maisfelder in voller blüte, einfache dörfer, traumhaft schön.
In nong-khai die letzte nacht in thailand, wir fahren über die "freundschafts-brücke" und sind in laos.
Nun sind wir in vientiane, beschaffen die visa für vietnam, ruhen uns aus und geniessen den "französischen flair" dieser stadt. Laos ist für uns transitland, unser ziel ist hanoi, wo wir mit marcel und nicole gemeinsam ferien verbringen werden, wir freuen uns sehr.